Womanticker – Was steckt dahinter?

„Noch heute, da die Aufmerksamkeit für hochbegabte Kinder viel größer ist, werden in den Schulen sechs mal mehr Jungen als Mädchen entdeckt“, sage eine Untersuchung von Hildegard Macha: Hochbegabte Mädchen und Frauen „verschwinden“, bevor sie in die Elite aufsteigen könnten und würden mit zunehmendem Alter unsichtbarer. Sie vermeiden Erfolg und würden schließlich vergessen.

„Da sind sie also, die fehlenden führenden Frauen.“, sagt Bärtels am Abschluß ihres Artikels über hochbegabte Frauen.

Verheerende Aussage, wenn ich es mir so recht überlege: Mädchen verschwinden, noch bevor sie aufsteigen können, und werden noch unsichtbarer im Alter. Verschwinden und dann noch unsichtbarer werden ist wirklich eine Kunst: Im „Unsichtbaren“-wirken gehört zum Berufsbild eines waschechten Geistes oder einer Heldin mit Tarnkappe.

Was bin ich froh, dass wir sie dennoch gefunden haben, diejenigen, die sich verkörpern konnten und wir mit ihnen gesprochen haben. Der Anteil der Geschäftsführerinnen in der Multimedia- und Internet Branche ist zwar gering: Er ist Vergleich zum Jahr 2000 auf niedrigen Niveau gleich geblieben (14 %). Der Anteil der Frauen insgesamt sowie der Abteilungsleiterinnen ist weiter gefallen. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Das ist das Ergebnis der Langzeitstudie „Frauen in der Multimedia-Industrie“, die nun u.a. unter meinem Namen im HighText Verlag erschienen ist.

Eine „besondere“ Begabung ist etwas Besonderes und bewirkt, dass sich die Menschen „besonders“ verhalten. Ohne Zweifel. Wird den Frauen und Mädchen das noch schwerer gemacht, als den Männern? Denn Hochbegabte hatten es immer schon schwer. Was wir bei „unseren“ Geschäftsführerinnen gesucht und auch vielfach gefunden haben, ist Begabung und Leistungsfähigkeit als gelungene Kombination. Diese beiden Dinge passen durchaus nicht immer zusammen und müssen aktiv in Einklang gebracht werden. Es sind deshalb auch gleichzeitig starke Persönlichkeiten mit einer großen sozialen Kompetenz, mit denen wir es zu tun hatten.

Sowohl für die Geschäftsführerin einer Firma als auch für die Begabte ist dabei eines besonders wichtig: Motivation. Sowohl in ihren Fähigkeiten als auch in ihrer Funktion müssen sie einen Sinn erkennen, der weiter/höher/besser ist als schlichte (Gewinn)-maximierung. Das ist im gewöhnlichen Wirtschaftsleben schwer zu bewältigen.

Und die „Heldin mit Tarnkappe“ läßt sich durchaus nicht von der Hand weisen: Auffällig, viele der interviewten Chefinnen betonten, dass sie sich selbst gar nicht als „Frau“ sehen, sondern eher als Neutrum. Damit möchten sie natürlich zum Ausdruck bringen, dass für sie Kompetenz nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Sie möchten als kompetente Person „wahr“ genommen werden, und nicht als Frau. Und wirklich, einen Teil der Persönlichkeit verschwinden zu lassen, ist immer noch besser, als unsichtbar zu sein?

Die Gespräche mit den Chefinnen in Agenturen und Dienstleistungsunternehmen und die Zahlen habe ich dieses Mal zu einem Portrait vereint, das zum dritten Mal ein Bild von dem Phänomen „Führungsfrauen und Multimedia“ gibt.

Noch vor vier Jahren beispielsweise lobten in der Untersuchung die Hälfte aller Interviewpartnerinnen die hervorragenden Arbeitsbedingungen für Frauen in diesem Bereich: Was hat ihnen gefallen?

Es waren die gelösten Hierarchien, die jetzt von vielen wieder als „Konsolidierung“ begruesst werden. „Konsolidierung“ bedeutet aber auch Strukturen, die Männern entgegen kommen.

Es waren weiterhin Kreativität und Teamgeist, die von den Frauen gelobt wurden: Nicht der Einzelne packt seine Ellbogen aus, sondern die Menschen denken für eine Gruppe, denken miteinander/füreinander. Dieses Jahr haben wir nichts von diesen Dingen gehört.

Noch vor vier Jahren waren sich die Frauen sicher, dass die Anzahl der Frauen in den Führungsbereichen rasch zunehmen wird, dieses Jahr war nichts davon zu hören.

Multimedia und IT wurden von einer wahren Hoffungsträgerin im Arbeitsleben zu einem ganz normalen Arbeitsplatz. Und weil diese Branche sehr Technik-lastig ist und die Herrschaft über die Maschinen die letzte wirkliche männliche Bastion ist, kommen Frauen hier eher nicht vor. Es sei denn, sie sind unsichtbar.

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